Die folgende Zuschrift gehört in die Kategorie ‚gut gemeint, belehrend‘. Dass ‚gut gemeint‘ oftmals das Gegenteil von ‚gut‘ ist, soll hier doch ganz kurz erwähnt sein.
Murten, 3.11.010
Lieber Herr Abgottspon
Aufmerksam habe ich in der Arena beobachtet und habe mir so meine Gedanken gemacht, habe auch im Internet nachgeschaut.
Dass Sie mit er kath. Kirche und ihrem Verhalten Probleme haben habe ich volles Verständnis, aber denken Sie daran das ist noch nicht das Letzte. Ich glaube an Jesus Christus und Er ist mein Erlöser und ich darf immer wieder Gebetserhörungen erleben.
Lesen Sie doch die Bibel, (beiliegend das Johannesevangelium!)
Ich wünsche Ihnen alles Gute
Mit freundl. Grüssen
XXXXXXXX XXXXXXXXXXX
N.B.
Ich bin 73 jährig und
gehöre einer evang. Freikirche an
XXXXXXXXXXXX [Adresse, Stempel]
Der handschriftliche Brief war begleitet von einem kreationistischen Prospekt «Was Darwin noch nicht wissen konnte». Dass Werner Gitt nicht ernst genommen werden kann und darf, ist den meisten Leuten ja hoffentlich bekannt.
Ein Johannesevangelium lag auch bei. Ich habe das mal eingescannt, allerdings ist durch das Entklammern die Seitenreihenfolge jetzt ziemlich durcheinander geraten. Wer also Gottes Wort so lesen will, scrolle selber herum.