Im Magazin des Sonntagsblick am 17. des Aprils im Jahr 2011 unserer Zeitrechnung erschien ein Artikel zu «Der verlorene Glaube». (S. 12 bis 21)
Lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch der Artikel auf der FVS-Seite zum Nationalfonds-Projekt.
Andreas Kyriacou, der Präsident der Sektion Zürich der Freidenker-Vereinigung hat übrigens am SonntagsBlick-Talk «Standpunkte» zum Thema «Wie hast Du’s mit der Religion?» teilgenommen.
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«Früher war Ostern für mich eine Mogelpackung. Die gläubigen Christen in meinem Umfeld behaupteten immer wieder, dass es das wichtigste Fest des liturgischen Kalenders sei. Trotzdem erhielt man zu Ostern «nur» Schokohasen und Eier – im Gegensatz zu Weihnachten, wo die Geschenke interessanter ausfielen. Beim Erwachsenwerden wird einem dann klar, dass es weder Weihnachtsmann noch Osterhasen gibt. Vielen Menschen wird aber nicht klar, dass es auch keinen Gott gibt. Auch als religionsfrei lebender Mensch kann man natürlich Feste feiern, kann man Rituale haben. Meine Grossmama ist unlängst verstorben. Sie wäre in diesem Jahr 80 geworden und hatte vor, die ganze Familie zu einem Fest einzuladen. Wir werden den Ostersonntag bei einem Familienfest begehen, im Gedenken an unsere geliebte Trudy. lch werde natürlich keine Kirche von innen sehen, dafür aber liebe Verwandte treffen. Für mich hat Ostern keinerlei religiöse oder spirituelle Bedeutung mehr. Mir fällt es sowieso sehr schwer nachzuvollziehen, wieso da angeblich einer (Jesus) für jene Sünden sterben und auferstehen musste, welche Gott der Menschheit zuvor aufgeladen hatte. Ich freue mich in dieser Jahreszeit schlicht und einfach darüber, dass die Sonne wieder intensiver scheint.»
Hier Titelbild und Inhaltsverzeichnis des Magazins:
SonntagsblickMagazinNr15_17_04_2011TitelInhalt
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In der Hand halte ich übrigens den zweiten Band der ersten Werkgruppe der Werke Arno Schmidts der Bargfelder Ausgabe (Studienausgabe, Haffmans Verlag). Arno Schmidt schafft es ja heutzutage nicht mehr so oft in die Boulevardmedien… Dass ich ausgerechnet dieses Buch in meine Hand geschafft hat, war freilich kein Zufall. Die Fotografin hat übrigens auch ein paar Fotos von mir gemacht, während ich im Lesesessel in seiner «Schule der Atheisten» lese. Flann O’Brien habe ich ja auch schon ins Fernsehen gebracht. Bei der Grossrats-Sitzung wurde ich gefilmt, wie ich in Karl Kraus‘ «Fackel» lese, das Material wurde dann aber leider nicht ausgestrahlt…
Arno Schmidt hat übrigens in diesem Teil meiner Bibliothek nichts zu suchen. Da befinde ich mich nämlich im Teil «Literatur/Belletristik» J bis L, aber der Fotografin gefiel wohl, dass man hier mit der Leiter die Grösse der Bibliothek andeuten könne.
Was soll ich beim nächsten Pressetermin mitnehmen? Martini/Eco, Marti/Mächler? Mit Deschner in der Hand wurde ich wohl auch noch nirgends publiziert…